Wolfgang Schnabl wurde 1963 in Bubenreuth geboren. Die Kunstform des Instrumentenbaus hatte ihn schon früh fasziniert, denn wie bei jeder Kunstform gilt hier das Streben nach Perfektion. Stradivari und Montagnana waren die bedeutendsten Vorbilder. Diese Faszination hat ihn dann letztendlich auch in die Fußstapfen des Vaters treten lassen, obwohl er ursprünglich eine Lehre bei Siemens begonnen hatte.

Von September 1984 bis Februar 1988 lernte er in Mittenwald an der Staatlichen Geigenbaufachschule, unter anderem mit Roland Sandner, Franz Reindl und Andreas Fürst. In seinem Semester waren auch Jan Spidlen und Getrud Reuter.

In den Jahren 1989/90 arbeite er in der Werkstatt von Premysl O. Spidlen in Prag.
1991 Gesellentätigkeit bei Joseph Kun in Ottawa, Canada, wo er viele handwerkliche Tipps und Kniffe erlernte.

Besonders verschrieben ist er dem Cellobau. Sein erstes eigenhändig gebautes Cello kam bei der ersten Teilnahme an einem internationalen Geigenbauwettbewerb, in Paris 1991, auf den 5. Platz. Mit diesem Resultat war er bester, jüngster Teilnehmer aus Deutschland. Weitere Medaillen und Auszeichnungen bei Geigenbauwettbewerben folgten, so z.B.

3. Internationaler Wettbewerb Prag 1993  – Bronzemedaille Violine &  Bronzemedaille Viola

3. Internationaler Wettbewerb Mittenwald 1997 – 1. Platz und Silbermedaille Cello (Goldmedaille nicht vergeben!)

Internationales Cello-Festival Manchester 1998 – 1. Platz und Silbermedaille Cello (Goldmedaille nicht vergeben!)

1996 folgte die Meisterprüfung mit der Auszeichnung: Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung, und 1998 Selbstständigkeit in der eigenen Werkstatt in Bubenreuth.
Heute ist Wolfgang Schnabl einer der angesehensten Geigenbauer in Bubenreuth, dessen Ruhm sich über die ganze Welt erstreckt. Zu seinen Kunden zählen viele namhafte Solisten im In-und Ausland, für die er auch Sonderanfertigungen herstellt, wie zum Beispiel ein 5-saitiges Cello für die renommierte russische Cellistin Natalia Gutman.